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Was ist der Unterschied zwischen Diagonal- und Radialreifen

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Reifen stellen die einzige Verbindung dar, die Ihr Fahrzeug zur Fahrbahn hat. Dementsprechend ist es nicht verkehrt, sich vor dem Auto- oder Reifenkauf über ihre Eigenschaften zu informieren. Diagonalreifen wurden 1898 in die Automobilbranche eingeführt und ersetzen die damals noch gängigen Vollgummireifen. Sie galten also zunächst als Standard, bis sie im Laufe der Zeit von den Radialreifen abgelöst wurden. Trotzdem kommen Diagonalreifen noch heute in einigen Bereichen zum Einsatz – welche das sind und worin der genaue Unterschied zwischen Radial- und Diagonalreifen besteht, besprechen wir in diesem Artikel.

Was ist der Unterschied zwischen Diagonal- und Radialreifen

Einsatzbereiche von Radial- und Diagonalreifen

Die 1948 von Michelin entwickelten Radialreifen haben die Diagonalreifen im Rennen um den meistgenutzten Reifen im Alltag überholt. Dennoch werden letztere noch heute bei Oldtimern oder älteren Motorrädern eingesetzt und eignen sich hervorragend für den Offroad-Bereich, wie zum Beispiel in der Landwirtschaft. Das liegt daran, dass sie sich aufgrund der Beweglichkeit ihrer Laufflächen unebenen Untergründen hervorragend anpassen. Inzwischen finden sie außerhalb dessen aber kaum noch Verwendung. Fakt ist, dass Radialreifen robuster und grundsätzlich widerstandsfähiger sind – sie halten bei Bereifung des entsprechenden Fahrzeugs Geschwindigkeiten von über 400 km/h stand. Bei Motorrädern ist die Wahl nicht ganz so einfach getroffen: Hier hängt die Entscheidung für den richtigen Reifen von Ihren eigenen Vorlieben ab. Für Off-Road-Fahrer und -Fahrerinnen ist die Diagonal-Version beispielsweise die bessere Wahl. Geländegängige Motorräder, die eine hohe Geschwindigkeit aufnehmen, profitieren dagegen von der radialen Bauweise. Für welchen Pneu Sie sich letztlich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen – mit einem Michelin Reifen beispielsweise fahren Sie sicher gut.

Aufbau der Radial- und Diagonalreifen

Der Aufbau der Radialreifen unterscheidet sich maßgeblich von der Konstruktion des Diagonalreifens. Er ist heute der Industriestandard und seinem Vorgänger in einigen Hinsichten überlegen. Aber wie erkenne ich Radialreifen? Sie werden mit Blick auf die Seitenwand Ihres Reifens sicher schon einmal den Buchstaben „R“ bemerkt haben, der markiert, dass es sich um eben diese Reifenkonstruktion handelt. Anders werden sie die Pneus nicht voneinander unterscheiden können, da die Innenkonstruktion für ihre Leistungsfähigkeit verantwortlich ist: Bei Radialreifen bestehen die Gewebeschichten der Karkassen aus Stahl, wobei die sogenannten Stahl-Kord-Lagen lotrecht angebracht sind. Durch diese Konstruktion wird das Reifenprofil gestärkt, was dazu führt, dass sich die Pneus besser in Kurven halten. Ein gutes Lenkverhalten sorgt außerdem für erhöhten Fahrkomfort. Die Karkassenschichten des Diagonalreifens dagegen bestehen meist aus Nylon. Die Fasern sind hier kreuzweise übereinander gelagert und ergeben so, wie der Name des Reifens schon impliziert, ein diagonales Muster. Festhalten lässt sich also: Der Verlauf der Cordfäden bestimmt die Bauart der Reifen.

Radial- oder Diagonalreifen?

Radial- oder Diagonalreifen?

Ob Sie sich für Radial- oder Diagonalreifen entscheiden, hängt ganz davon ab, welche Vor- und Nachteile für Ihren Bedarf gegeben sind. Der Unterschied zwischen Radial- und Diagonalreifen beruht auf den baulichen Voraussetzungen, die sich in diesem Fall stark voneinander unterscheiden. Wie schon erwähnt, wird der Radialreifen standardmäßig bei Fahrzeugen verbaut und bringt im alltäglichen Straßenverkehr einige Vorteile mit sich. Durch die flexiblen Flanken wird der Fahrkomfort erhöht und auch die Haftung ist bei schwierigen Witterungsbedingungen optimiert. Es bestehen wenige Nachteile des Radialreifens, allerdings ist die Seitenwand aufgrund ihrer vergleichsweise weichen Beschaffenheit etwas anfälliger für Beschädigungen. Für Sie bedeutet das in der Praxis, besonders beim Überfahren von Bordsteinkanten Acht zu geben. In unserem Artikel „Wie kann man die Lebensdauer von Autoreifen verlängern“ finden Sie einige überaus nützliche Tipps und Tricks bezüglich der Pflege von Reifen. Nun aber zum Diagonalreifen: Da die Seitenwand des Diagonalreifens härter ist, bietet sie einen widerstandsfähigen Schutz vor Beschädigungen. Durch die erhöhte Steifigkeit des Reifens werden Stöße besser abgefedert. Vor diesem Hintergrund kommt die Frage auf, warum die Diagonal-Bauart nicht mehr so stark vertreten ist und im Laufe der Zeit abgelöst wurde. Das liegt vor allem daran, dass diese Variante bauartbedingt schlechter in Kurvenfahren abschneidet und nicht viel Seitenstabilität aufweist. Die Pneus erwärmen sich hier während der Fahrt außerdem schneller und auch die Reifenhärte vermindert schließlich den Fahrkomfort. Ob nun Radial- oder Diagonalreifen: Stimmt bei Ihren Pneus der Druck nicht mehr, wird auch Ihr Fahrspaß eingeschränkt sein. Ein geeigneter Kompressor für Autoreifen sollte in dem Fall schnell Abhilfe schaffen.

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