
Ohne dieses kleine Autoteil läuft in einem Ottomotor absolut nichts, denn nur die Zündspule wandelt die 12 Volt der normalen Spannung in eine lebensgefährliche Hochspannung von 15.000 Volt bis 30.000 Volt. Dabei arbeitet eine solche Spule wie ein Induktor. Wird der Unterbrecher im Primärstromkreis der Spule geöffnet, so wird im Sekundärstromkreis ein Hochspannungsimpuls indiziert. Durch das eigentliche Zündkabel gelangt diese Hochspannung zur eigentlichen Funkenstrecke der Zündkerze, um von dort aus das Benzin-/Luft-Gemisch im Zylinder zur Entzündung zu bringen. Dabei erzeugt die Zündspule nicht ganz allein diese extrem hohe Spannung, sondern nur mit dem Unterbrecher und einem gleichzeitig parallel geschalteten Kondensator.
Der Kondensator hat zudem gleich zwei Aufgaben, die er erfüllen muss. Zum einen soll er eine mögliche Funkenbildung verhindern, da diese Funkenbildung auch gleichzeitig eine Fehlzündung auslösen könnte. Zum anderen soll der Kondensator einen Schwingkreis mit der Primärspule bilden, welcher die gleiche Frequenz besitzt wie die Sekundärspule. Dabei besitzt die Zündspule drei verschiedene Anschlüsse, welche von außen zwar sichtbar sind, deren Vorgehensweise man aber nicht sehen kann. Die Klemme 15 der Spule ist durch das Zündschloss mit dem Pluspol der Batterie verbunden, wobei die Klemme 1 durch das Schließen des Leistungsschalters der Spule auf Masse gelegt wird und zugleich der Primärstromkreis geschlossen ist.
Innerhalb der Zündspule befinden sich zwei unterschiedlich starke Wicklungen, welche als Primär- und Sekundärwicklung bezeichnet werden. Die sogenannte Primärwicklung ist weitaus dicker und enthält dadurch wesentlich weniger Windungen als eine Sekundärwicklung, die einen recht dünnen Draht besitzt. Diese Wicklungen sind absolut wichtig für die Erzeugung eines Magnetfeldes.
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