
Seit den Anfängen der Kraftfahrzeuge ist die Stoßstange eine übliche Komponente an der Front- und Heckseite der Karosserie. Vor Jahren noch wurde einfach ein breiteres Stück gewölbter und verchromter Stahl mit je zwei Halterungen mit den Karosserieteilen fest verbunden, sodass das Auto sogar an der Stoßstange abgeschleppt werden konnte. Doch war diese Konstruktion sehr nachteilig, denn bei einem Aufprall wurde die Stange deformiert. Außerdem stellte sie in der Form ein großes Risiko für Radfahrer und Fußgänger dar, an den scharfen Rändern konnte sich leicht verletzt werden. Auch zerkratzt Chrom sehr schnell.
In erster Linie musste die Verletzungsgefahr gebannt werden, daher wurde Mitte der 90er Jahre dazu übergegangen, die Stoßstange mit einer Kunststoffhaut zu überziehen. Die sogenannte geschlossene Schürze verbessert außerdem erheblich die Aerodynamik des Autos. Zusätzlich verbirgt sie außer der Stange, andere technischen Feinheiten, z. B. Abstandssensoren. Die aus Kunststoff gefertigten Stangen haben regelrechte Knautschzonen, d. h. wird irgendwo bis zu ca. 7 km/h dagegen gefahren, springt der Kunststoff wieder in den Originalzustand zurück. Die neue, sichere Stoßstange wird aus Schaumstoff hergestellt, der Energie absorbiert und schon bei minimaler Dicke einen Aufprall dämpft. Besonders bei Unfällen mit größerer Geschwindigkeit verteilt sich die entstehende Energie, die vom Schaumstoff unter der Schürze aufgenommen wird, auf die gesamte Fläche.
Die in dieser Form konstruierten Teile, müssen daher auch relativ selten ausgewechselt werden, es sei denn die kleinen Schönheitsfehler stören, denn Kratzer oder Risse können sehr leicht entstehen – und die bleiben. Doch ist es sehr wichtig, dass die Verletzungsgefahr reduziert ist. Reine Verschleißteile hat ein Kraftfahrzeug genügend zu bieten, wie z. B. Ölfilter, Luftfilter, Bremssattel, Bremstrommel oder Bremsscheiben und Scheinwerfer.
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