
Um eine Scheibenbremse zu betätigen, werden die sogenannten Bremsscheiben benötigt, die an der Radseite auf den Bremssattel sowie auf die Bremsbeläge wirken, damit sich die Drehbewegungen verzögern. Die runde Scheibe wird aus Grauguss oder Stahllegierungen gegossen. Heute findet hauptsächlich Edelstahl Anwendung, der sich relativ korrosionsfrei gibt. Die Bremsscheibe stellt im Wesentlichen die gesamte Bremsfläche, die dem Verschleiß ausgesetzt ist. Dabei wird die Härte an die Bremsbeläge angepasst. Höhere Drehzahlen erfordern ausgewuchtete Bremsscheiben. Bei großer Leistung sowie Verschleißfestigkeit wird auch Keramik oder im geringen Maße Carbon verarbeitet.
Die Bremsanlage wandelt im fahrenden Auto Bewegungsenergie in Wärme um, die das Bremssystem erhitzt. In sofern sind die Bremsscheiben zwangsläufig ständiger Wärme ausgesetzt. In Sportwagen sind daher die Bremsanlagen auf über ein Megawatt Leistung konzipiert, d. h. eine Kühlung der Bremsen ist Voraussetzung. Überhitzen die Bremsscheiben, kann das schwere Folgen haben, denn die Bremse verliert dabei an Leistung.
Die Bremsflüssigkeit im Bremssattel erwärmt sich erheblich und die entstehenden Blasen reduzieren den Bremsdruck, d. h. es kann passieren, dass nur ins Leere getreten wird. Um dem entgegenzuwirken, sollte die Bremsflüssigkeit regelmäßig ausgetauscht werden. Das gilt auch für die Bremsscheiben, denn deren Lebensdauer wird bereits von den Herstellern begrenzt, damit eine Mindeststärke der Beläge gewährleistet ist.
Wer seinen Kraftwagen lange fahren möchte und möglichst Reparaturen vermeiden, lässt sein Auto regelmäßig warten. Maßstab ist dabei eine Anzahl gefahrener Kilometer. Meist werden dann auch gleich die verschlissenen KFZ Teile, wie Ölfilter, Zündkerzen, Zahnriemen oder aber auch Teile der Bremsanlage ausgetauscht.
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